Information zur Erhebung personenbezogener Daten nach der DSGVO für Hinweisgeber im Hinweisgebersystem
Einleitung
Für uns ist es
sehr wichtig, dass mit personenbezogenen Daten sorgfältig und rechtskonform
umgegangen wird. Dies gilt insbesondere auch für die Verarbeitung von Daten im
Zusammenhang mit dem internen Meldesystem zur Umsetzung der Richtlinie
2019/1937 DES EU-ROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23.10.2019 zum Schutz
von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden sowie hierzu erlassener
mitgliedstaatlicher Regelungen und Betriebsvereinbarungen von Unternehmen. Die
folgenden Informationen zeigen Ihnen, wie wir mit personenbezogenen Daten im
Rahmen von Hinweisen des internen Meldesystems zur präventiven Verhütung von
Verstößen gegen geltendes Recht oder Unternehmensrichtlinien (z.B. Betrug oder
Korruption sowie sonstige Straftatbestände) und/ oder zur Aufdeckung von
solchen Verstößen umgehen.
Wir stellen ein internes
Meldesystem bereit, welches unseren Mitarbeitern und ggf. auch Dritten (im
Folgenden „Hinweisgeber“) die – auch anonyme – Übermittlung von Hinweisen auf
mögliche Rechtsverstöße oder ethisches Fehlverhalten durch Mitarbeiter des
Unternehmens mit dem Ziel der Prüfung solcher Hinweise und ggf. der Einleitung
von Folgemaßnahmen zur Beseitigung von Mängeln oder Ahndung von Verstößen gegen
unternehmensinterne oder auch gesetzliche Regelungen eröffnen.
Der Begriff
personenbezogene Daten meint alle Informationen, die sich auf eine
identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene
Person“) beziehen. Personenbezogene Daten sind daher beispielsweise der Vor-
und Nachname, Adresse, Geburts-datum, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern.
I. Datenverarbeiter
1. Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen
Spindelfabrik Neudorf GmbH
Karlsbader Straße 266
D-09465 Sehmatal-Neudorf
2. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
Externer Datenschutzbeauftragter:
Herr Steffen Stiehler
E-Mail: datenschutz@bsw-mail.de
II. Verarbeitungsrahmen
2.1 Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden
Wir verarbeiten im Rahmen der Eingabe und Bearbeitung von Meldungen im
internen Meldesystem unter anderem folgende Arten an personenbezogenen Daten:
- Informationen zur persönlichen Identifizierung des Hinweisgebers/der Hinweisgeberin, wie zum Beispiel Vor- und Nachname, Geschlecht, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse;
- Beschäftigteneigenschaft zur Verifizierung;
- Informationen zu Betroffenen, d.h. natürliche Personen, die in einer Meldung als eine Person bezeichnet wird, die den Verstoß begangen hat, oder mit der die bezeichnete Person verbunden ist. Solche Informationen sind zum Beispiel Vor- und Nachname, Geschlecht, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse oder sonstige Informationen, die eine Identifikation ermöglichen;
- Informationen über Verstöße, die ggf. Rückschlüsse auf eine natürliche Person erlauben.
2.2 Quelle der personenbezogenen Daten
Wir erheben die Daten grundsätzlich im direkten Kontakt mit dem Hinweisgeber.
Personenbezogene Daten von Mitarbeitern des Mandanten erheben wir erstmalig
ebenfalls vom Hinweisgeber. Diese werden ggf. verifiziert und angereichert durch
Informationen, die wir vom Mandanten erhalten.
Im Rahmen der Sachverhaltsprüfung werden uns daneben ggf. auch ergänzende
Daten durch den jeweiligen Mandanten oder von Dritten offengelegt. Dies ist
insbesondere dann der Fall, wenn uns Daten von Kunden und Geschäftspartnern
unserer Mandanten, Rechtsvertretern, Versicherungen, öffentlichen Stellen,
Gutachtern, Gerichten oder Behörden übermittelt werden.
Aus öffentlichen Quellen erheben wir – soweit nicht vorhanden – Kontaktdaten
und ergänzende Informationen.
Eine gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung von Daten des Hinweisgebers besteht
nicht. Die Nichtbereitstellung personenbezogener Daten des Hinweisgebers hat in
der Regel zur Folge, dass nicht über Folgemaßnahmen informiert werden kann.
Möglicherweise kann der Sachverhalt nicht vollständig aufgeklärt werden.
2.3 Dauer der Speicherung der Daten
In der Regel werden die Daten aus einer Meldung nach 3 Jahren gelöscht,
nachdem das Verfahren endgültig abgeschlossen ist, es sei denn, die Einleitung
weiterer rechtlicher Schritte (z. B. Einleitung von Straf- oder Disziplinarverfahren)
erfordert die weitere Aufbewahrung, es besteht nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c
DSGVO aufgrund von gesetzlichen oder berufsrechtlichen Aufbewahrungs- und
Dokumentationspflichten die Verpflichtung zur längerfristigen Speicherung der
Daten oder einer der betroffenen Personen hat in eine darüberhinausgehende
Speicherung nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt.
Vorbehaltlich solcher Aufbewahrungspflichten werden Daten gelöscht, wenn der
Zweck, zu dem sie erhoben wurden, weggefallen ist. Personenbezogene Daten im
Zusammenhang mit Meldungen werden von uns unverzüglich gelöscht, sofern wir
sie als offensichtlich sachlich grundlos erachten. Soweit gesetzlich zulässig, werden
Daten auch gespeichert, wenn dies zur Geltendmachung von oder Verteidigung
gegen Rechtsansprüche erforderlich ist.
2.4 Zwecke der Verarbeitung
Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten zum Zwecke der Untersuchung der
Meldungen, um Verstöße gegen geltendes Recht oder Unternehmensrichtlinien zu
verhindern, aufzudecken und/oder Folgemaßnahmen (wie Maßnahmen zur
Prüfung der Stichhaltigkeit der in der Meldung erhobenen Behauptungen und ggf.
zum Vorgehen gegen den gemeldeten Verstoß, unter anderem durch interne
Nachforschungen, Ermittlungen, Strafverfolgungsmaßnahmen, Maßnahmen zur
(Wieder-)Einziehung von Mitteln oder Abschluss des Verfahrens vorzunehmen.
2.5 Rechtsgrundlage für die Verarbeitung
Wir verarbeiten Ihre Daten nur dann, wenn hierfür eine Rechtsgrundlage besteht.
Informationen zur persönlichen Identifizierung des Hinweisgebers verarbeiten wir
nur, wenn uns der Hinweisgeber dazu eine Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a
DSGVO abgegeben hat. Danach ist die Verarbeitung nur rechtmäßig, wenn die
betroffene Person ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden
personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke erteilt hat.
Informationen zur Beschäftigteneigenschaft, Informationen zu betroffenen
Personen sowie sonstige Informationen, die Rückschlüsse auf natürliche Personen
zulassen, verarbeiten wir auf der Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO.
Danach ist die Verarbeitung rechtmäßig, wenn die Verarbeitung zur Wahrung der
berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist,
sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen
Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen.
Unser berechtigtes Interesse besteht – je nach zu prüfendem konkreten Einzelfall –
in der Bearbeitung von Meldungen, um Folgemaßnahmen durchführen zu
können, wie Maßnahmen zur Prüfung der Stichhaltigkeit der in der Meldung
erhobenen Behauptungen und ggf. zum Vorgehen gegen den gemeldeten
Verstoß, unter anderem durch interne Nachforschungen, Ermittlungen,
Strafverfolgungsmaßnahmen, Maßnahmen zur (Wieder-)Einziehung von Mitteln
oder Abschluss des Verfahrens. Ob Interessen oder Grundrechte und
Grundfreiheiten der betroffenen Person einer solchen Datenverarbeitung
entgegenstehen, wird im Einzelfall – unter anderem auch mit Blick auf den
Verstoß – geprüft.
Wir verarbeiten ggf. personenbezogene Daten von Beschäftigten auf Grundlage
von § 26 Abs. 1 Satz 2 BDSG. Danach dürfen personenbezogene Daten von
Beschäftigten i. S. d. § 26 Abs. 8 BDSG zur Aufdeckung von Straftaten verarbeitet
werden, wenn zu dokumentierende tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht
begründen, dass die betroffene Person im Beschäftigungsverhältnis eine Straftat
begangen hat, die Verarbeitung zur Aufdeckung erforderlich ist und das
schutzwürdige Interesse der oder des Beschäftigten an dem Aus-schluss der
Verarbeitung nicht überwiegt, insbesondere Art und Ausmaß im Hinblick auf den
Anlass nicht unverhältnismäßig sind.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Fälle denkbar sind, in denen die
Verarbeitung auf mehrere nebeneinander geltenden Rechtsgrundlagen gestützt
werden könnte. In einem solchen Fall behalten wir uns vor, die Verarbeitung auch
im Falle des Widerrufs der Einwilligung auf eine andere, gesetzliche
Rechtsgrundlage zu stützen. Darüber werden wir Sie im Falle des Widerrufs der
Einwilligung entsprechend informieren.
Bei uns werden keine automatisierten Überwachungs- oder Bewertungssysteme
eingesetzt.
2.6 Informationen gemäß Art. 13 Abs. 2 lit. e DSGVO
Die Bereitstellung der Daten über eine Meldung ist weder vertraglich
vorgeschrieben noch für einen Vertragsabschluss erforderlich. Unter Umständen
bestehen je nach individuellem Einzelfall gesetzliche Pflichten, uns eine Meldung
zu erteilen. Für eine sinnvolle Bearbeitung und Untersuchung der Meldung ist eine
Verarbeitung der Daten jedoch erforderlich.
III. Weitergabe und Auslandsbezug
3.1 Empfänger oder Kategorien von Empfängern der personenbezogenen Daten
Eine Übermittlung der personenbezogenen Daten an Dritte findet grundsätzlich nur statt, wenn dafür eine Rechtsgrundlage vorliegt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Übermittlung der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, nach denen wir zur Auskunft, Meldung oder Weitergabe von Daten verpflichtet sind, dient, Sie uns Ihre Einwilligung dazu erteilt haben oder eine Interessenabwägung dies rechtfertigt.
Darüber hinaus verarbeiten externe Dienstleistungsunternehmen, wie beispielsweise externe Rechenzentren oder Telekommunikationsanbieter, personenbezogene Daten in unserem Auftrag als Auftragsverarbeiter.
Je nach Zuständigkeitsschwerpunkt der Meldung sowie zur effektiven Einleitung von Folgemaßnahmen werden die personenbezogenen Daten ggf. an unsere entsprechenden zuständigen Fachabteilungen weitergegeben.
Unter Umständen geben wir die personenbezogenen Daten auch an staatliche Gefahrenabwehr- und/oder Strafverfolgungsbehörden, sonstige zuständige Behörden und/oder zur Verschwiegenheit verpflichtete Personen, wie etwa an Wirtschaftsprüfer/Rechtsanwälte, weiter.
3.2. Auslandsbezug
Eine Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten in ein Drittland erfolgt nicht und ist nicht beabsichtigt.
IV. Ihre Rechte
4.1 Als betroffene Person haben Sie nach der Datenschutz-Grundverordnung verschiedene Rechte. Dies sind
- das Recht auf Auskunft über die bei uns zu Ihnen gespeicherten Daten (Art. 15 DSGVO)
- das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16 DSGVO)
- das Recht auf Löschung der Daten, wenn keine Rechtsgrundlage für eine weitere Speicherung vorliegt (Art. 17 DSGVO)
- das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung der Daten auf bestimmte Zwecke (Art. 18 DSGVO)
- das Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO) und
- das Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung Ihrer Daten (Art. 21 DSGVO).
Beruht die Verarbeitung Ihrer Daten auf einer Einwilligung, dann haben Sie das Recht, die von Ihnen erteilte Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der aufgrund der erteilten Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung wird durch den Widerruf nicht berührt.
Wir weisen noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Fälle denkbar sind, in denen die Verarbeitung auf mehrere nebeneinander geltende Rechtsgrundlagen gestützt werden könnte. In einem solchen Fall behalten wir uns vor, die Verarbeitung auch im Falle des Widerrufs der Einwilligung auf eine andere, gesetzliche Rechtsgrundlage zu stützen. Darüber werden wir Sie im Falle des Widerrufs der Einwilligung entsprechend informieren.
Bitte beachten Sie, dass die Informationspflicht gemäß Art. 14 Abs. 5 lit. d DSGVO gegenüber betroffenen Personen, deren personenbezogene Daten wir im Rahmen unserer Tätigkeit für unsere Mandanten nicht bei diesen selbst erheben, nicht anzuwenden ist. Auch das Recht von betroffenen Personen auf Auskunft nach Art. 15 DS-GVO ist insoweit eingeschränkt, als dies die entgegenstehenden Rechte und Freiheiten unserer Mandanten, des Hinweisgebers oder Dritter beeinträchtigen würde. Soweit uns daher Ihre Daten im Rahmen eines uns erteilten Auftrages von Dritten übermittelt wurden, ersuchen wir Sie, die Betroffenenrechte bei diesen Unternehmen (Arbeitgeber) direkt einzufordern. Uns ist eine Erfüllung dieser Betroffenenrechte aus berufsrechtlichen Gründen nicht erlaubt, soweit wir mit deren Erfüllung gegen die uns gesetzlich treffende Berufsverschwiegenheit verstoßen würden. Bitte beachten Sie ferner, dass das Widerspruchsrecht nach Art. 21 Abs. 1 S. 2 DS-GVO nicht dazu führt, dass die Verarbeitung eingestellt wird, wenn diese der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen dient. Darüber werden wir Sie im Falle des Widerrufs der Einwilligung entsprechend informieren.
Gesonderte Information über das Widerspruchsrecht nach Artikel 21 DSGVO
Nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO haben Sie das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Artikel 6 Abs. 1 lit. f der DSGVO (Verarbeitung zur Wahrung der berechtigten Interessen der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten) erfolgt, Widerspruch einzulegen. Dies trifft zu für:
- Betrugsprävention;
- Maßnahmen zur Gewährleistung und Verbesserung der Sicherheit von IT-Systemen;
- Maßnahmen zum Schutz unseres Unternehmens vor rechtswidrigen Handlungen;
- Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.
Legen Sie Widerspruch ein, werden wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
Daneben haben Sie nach Art. 77 DSGVO das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der sie betreffenden Daten gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstößt. Die für uns zuständige Aufsichtsbehörde ist:
Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Devrientstraße 5 in 01067 Dresden
Telefon: +49 351 85471-101 E-Mail: post@sdtb.sachsen.de Webseite: www.datenschutz.sachsen.de
4.2 Schließlich haben Sie das Recht, sich jederzeit an unseren Datenschutzbeauftragten zu wenden. Dieser ist hinsichtlich Ihrer Anfrage zur Verschwiegenheit verpflichtet, soweit es um die Verarbeitung Ihrer Daten geht. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter den in Ziffer 1.3 genannten Kontaktdaten.